Pitztaler Kraftplätze: Die Wasserfall-Plattformen

Mehr als 50 Wasserfälle stürzen im Pitztal von steilen Felsriesen ins Tal.


 

 

Auf vier begehbaren Plattformen, erbaut aus heimischem Holz von Pitztaler Zimmerern, hat man den Logenplatz auf das beeindruckende Schauspiel der Natur.

Bichler Wasserfall

Der Bichler Wasserfall ist das Wahrzeichen des St. Leonharder Ortsteils „Bichl“. Am besten erkundet man ihn mitsamt seiner 2013 errichteten Aussichtsplattform auf einer knapp anderthalbstündigen Rundwanderung. Ausgangspunkt ist die Bushaltestelle „Enger“. Von dort folgt man zunächst dem asphaltierten Weg Richtung Wasserfall. Dann geht es in Serpentinen auf einem Forstweg weiter hinauf bis knapp unter die Aussichtsplattform. Die letzten 50 Meter zur Plattform legt man auf einem leichten Steig zurück. Auf der Plattform gilt es das herrliche Panorama auf den Kaunergrat mit dem schroffen Gipfel der Rofelewand zu genießen. Retour folgt man dem Aufstiegsweg, bevor man bei der Kurve gleich nach der Brücke links Richtung Ronach / Enger abbiegt.  Nach einem kurzen Stück auf der Landesstraße gelangt man vor dem Hotel Alpenhof über die Pitze auf den Talwanderweg und zurück zum Ausgangspunkt bei der Bushaltestelle.


Pfitschebach Wasserfall

Der Pfitschebach hat seinen Ursprung unterhalb der imposanten Kaunergrat-Gipfel Rofelewand (3.353 m) und Gsallkopf (3.277 m). Dort wird er von den Gletschern gespeist, fließt durch die kraftvoll grünen Bergwiesen an der idyllischen Tiefental Alm vorbei, bevor er weiter unten oberhalb des Weilers „Eggenstall“ tosend in die Tiefe rauscht. Die Aussichtsplattform, auch Kanzel genannt, ist in nur 20 Minuten mit gutem Schuhwerk vom Wanderer Parkplatz in Eggenstall auf einem schattigen Waldsteig zu erreichen.


Söllbergwasserfall

Die Plattform am Söllbergwasserfall ist die bisher Jüngste – und vielleicht beeindruckendste der insgesamt vier Wasserfall-Plattformen im Pitztal. Am Eingang von St. Leonhard, oberhalb des Ortsteils Wiese ergießt sich der Söllbach über mehrere Stufen in die Tiefe. Erreichbar ist die Plattform von Wiese aus in gut 30 Minuten und bietet dank ihrer beeindruckenden Konstruktion hoch über dem rauschenden Gebirgsbach faszinierende Ausblicke auf das Naturspektakel. Tipp: Der Besuch des Söllberg-Wasserfalls lässt sich perfekt mit einer Wanderung zur Söllbergalm oder dem Alois-Gabl-Rundwanderweg durch die wildromantische Kitzgartenschlucht verbinden.


Stuibenwasserfall

„Stuiben“ bedeutet in der Pitztaler Mundart so viel wie „zerstauben“ – und genau das passiert mit dem Wasser des Stuibenbachs, wenn es über die Steilstufen in mehreren Kaskaden ins Tal stürzt. Mit einer Höhe von 160 Metern gehört der Stuibenfall, der weit oberhalb im Landschaftsschutzgebiet Riegetal entspringt, zu den höchsten Wasserfällen in Tirol. Die Plattform direkt beim Wasserfall erreicht man vom Ausgangspunkt beim Gasthof Schön im gleichnamigen Ortsteil direkt an der Pitztaler Landesstraße. Von dort geht es zuerst auf einem Forstweg in Richtung Stuibenfall. Dann zweigt links ein Steig ab, der dann etwas steiler zum Wasserfall führt. Wagemutige nehmen dort eine erfrischende Abkühlung  im kristallklaren Wasser des Gebirgsbachs!


Die Wasserfall-Plattformen im Pitztal, Ihr Logenplatz in der Natur