Bergsteigen im Pitztal

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Traumhafte Ausblicke - atemberaubende Berge ...

Für Touren auf die umliegenden Bergspitzen, wie z.B. Wildspitze, Hinterer Brunnenkogel, ... empfehlen wir Ihnen, Informationen bei erfahrenen Berg- und Wanderführern einzuholen. Auskünfte erhalten Sie beim Club Alpin Imst - Pitztal, dem TVB Pitztal, beim Österreichischen Alpenverein und bei den Hüttenwirten.

Wanderkarten und Wanderführer sind in unseren Ortsstellen vor Ort sowie über unseren Webshop www.pitztal.com/webshop erhältlich.

Das Pitztaler Bergsteigerabzeichen gibt es in Bronze, Silber, Gold und Gold mit Kristall. Das entsprechende Bergsteiger- und Hüttenheft (Wanderpass) für das Wanderabzeichen erhalten Sie in allen Ortsinformationsbüros im Tal.

Unser Spezialtipp - 7-Tage-Tour von Hütte zu Hütte

Die Hüttentour über den Geigenkamm, jenem Gebirgszug, der das Pitztal vom Ötztal begrenzt, erfordert einige Kondition und auch alpine Erfahrung. Die Strapazen und Mühen, welche diese Tour jedem abverlangt, werden aber von besonderen Naturerlebnissen entschädigt.

  1. Der erste Tag der Tour beginnt mit einem Aufstieg von Jerzens zum Hochzeigerhaus (1.829 m); dies ist in drei bis vier Stunden zu schaffen und stellt keine allzu großen Anforderungen an die Bergwanderer.

  2. Am zweiten Tag ist die Erlanger Hütte (2.541 m) als Ziel vorgesehen. Diese Alpenvereinshütte ist, vom Hochzeigerhaus aus, in ca. sechs bis sieben Stunden zu erreichen. Durch das vegetativ besonders interessante Riegetal, über den Wildgrat (2.971 m) überwinden Tourengeher an diesem Tag ca. 1.800 Höhenmeter.

  3. Am dritten Tag der Geigenkammtour können die Teilnehmer den ersten Dreitausender dieser Tour mitnehmen – auf dem nicht allzu beschwerlichen Weg zwischen der Erlanger und der Frischmann Hütte (2.192 m), liegt der mächtige Fundusfeiler mit seinen 3.079 Metern. Für diese Tagestour benötigt man fünf bis sieben Stunden.

  4. Auch der folgende Tag ist nicht schwer – in ca. sieben Stunden erreichen die Bergfexen die Hauersee Hütte (2.383 m).

    In sich haben es die folgenden zwei bis drei Tage der Tour. Für die Strecke zwischen der Hauersee Hütte und der Rüsselsheimer Hütte (2.828 m - vorm. Chemnitzer Hütte) benötigt man ca. zehn Stunden Gehzeit. An diesem Tag machen die Teilnehmer erstmals Bekanntschaft mit dem ewigen Eis – im Gebiet Luibiskogel (3.110 m) gilt es, ein flaches Gletscherfeld zu durchqueren.

  5. Das Dach der Tour erreicht man am folgenden Tag – die Rüsselsheimer Hütte (vorm. Chemnitzer Hütte) ist Ausgangs- und Endpunkt für die Bergtour zur Hohen Geige (3.398 m). Von der Hütte aus ist der vergletscherte Gipfel in drei bis vier Stunden zu erreichen. Alpinausrüstung und die nötige Erfahrung sind für diese Tour unerlässlich.

  6. Ebenfalls große Bergerfahrung und die notwendige Kondition ist für den Abschlusstag der Geigenkammtour notwendig. In zehn bis elf Stunden ab der Rüsselsheimer Hütte (vorm. Chemnitzer Hütte) ist - über den Mainzer Höhenweg – die Braunschweiger Hütte (2.758 m) zu erreichen.

  7. Das Ziel der Tour ist erreicht, es erfolgt tags darauf der Abstieg ins Tal.

Diese mehrtägige Bergtour hat noch einen besonderen Vorteil – jeden Tag ist der Abstieg ins Pitztal problemlos möglich, so dass eine vorzeitige Beendigung der Tour möglich ist.

Für weitere Informationen fragen Sie bitte kurz an (info@pitztal.com). Sie können auch die einzelnen Hütten über uns buchen. (Tel. +43 (5414) 86999)

 

Unser Spezialtipp - Pitztaler Höhenweg

Der Pitztaler Höhenweg über den gesamten Geigenkamm nach Süden bis zur Braunschweiger Hütte ist ein anspruchsvoller hochalpiner Weg mit klettersteigähnlichen Passagen, besonders auf dem letzten Abschnitt, dem Mainzer Höhenweg. Ausdauer, Orientierungsvermögen bei Nebel und alpine Erfahrung, vor allem aber Trittsicherheit auch bei Nässe auf mitunter sehr steilen, ausgesetzten Wegen sind Vorraussetzung für eine genussvolle und sichere Begehung. Da mehrere Gletscher überquert werden, sind Leichtsteigeisen notwendig. Bei Gruppen ist telefonische Anmeldung auf den Hütten erforderlich.

  1. Etappe:
    Seilbahn Jerzens – Hochzeiger – Wildgrat - Erlanger Hütte
    Höhenunterschied: Aufstieg ca. 750 m, Abstieg ca. 600 m
    Gehzeit: ca. 3,5 bis 4 Stunden

    Mit der Hochzeiger Seilbahn von Liss / Jerzens hinauf zur Gipfelstation beim Felderzeiger (2.368 m). Am Kamm entlang in östlicher Richtung zum gut sichtbaren Hochzeiger und durch die felsige Westflanke leicht hinauf zum Gipfel (2.560 m, ca. 30 Minuten). Am Grat entlang zuerst ostwärts, dann hinab ins Riegetal, leicht ansteigend vorbei am Groaßsee und an einem kleinen See hinauf ins Riegekar. Linkshaltend steil durch grobes Geröll und Schutt zur Scharte am Westgrat, über Blöcke zum schroffen Gipfel (2.974 m). Auf markiertem Steig vom Gipfel zuerst nordöstlich, dann östlich hinab zum Wettersee und zur Erlanger Hütte (2.550 m).

  2. Etappe:
    Erlanger Hütte – Fundusfeiler – Frischmann Hütte
    Höhenunterschied: Aufstieg ca. 700 m, Abstieg ca. 1.000 m
    Gehzeit: ca. 5,5 bis 6 Stunden

    Von der Hütte am linken Seeufer entlang zunächst Richtung Wildgrat, dann auf links abbiegendem Steig steil hinauf zum Übergang ins Leierstal. Jenseits steil hinab, durch das Tal auf markiertem Weg zum „Schwarzen Loch“ und steil durch Blöcke hinauf zur Feilerscharte (2.928 m). Auf teils abgesichertem Steig über den Grat und die geröllbedeckte Südflanke zum Gipfel des Fundusfeiler
    (3.080 m) und wieder zurück zur Scharte. Über eine Blockmulde, mehrere kleine Felsabsätze und eine Geröllschlucht hinab bis zu den Weiden des Funduskares, über diese in östlicher Richtung zur Frischmann Hütte (2.192 m).

  3. Etappe:
    Frischmann Hütte – Felderjöchl – Hauersee Hütte
    Höhenunterschied: Aufstieg ca. 700 m, Abstieg ca. 600 m
    Gehzeit: ca. 5 Stunden

    Von der Hütte auf bezeichnetem Weg linkshaltend durch ein enges Hochtal aufsteigen zu einer Hochfläche, über den Bach und zuletzt links des Polder Ferners steil hinauf zum Felderjöchl (2.801 m). Jenseits auf steilem Steig hinab zum Weißer See, von dort am Hang entlang, leicht auf- und absteigend zu den Spitzig–Seen und hinauf auf eine Felskamm. Weiter nach rechts zu Hauersee Hütte am gleichnamigen See (2.331 m).

  4. Etappe:
    Hauersee Hütte – Luibiskogel – Rüsselsheimer Hütte (vormals Chemnitzer Hütte)
    Höhenunterschied: Aufstieg ca. 1.150 m, Abstieg ca. 1.100 m
    Gehzeit: ca. 8,5 bis 9 Stunden

    Von der Hütte in Kehren zum Hauerferner, rechtshaltend hinauf zum Fuß der Südostflanke des Luibiskogel. Auf gut markiertem Steig in leichter Blockkletterei durch die breite Flanke zum Südgrat und Südgipfel (3.112 m).
    Abstieg wie Aufstieg. Weiter über den Ferner und rechtshaltend über Blöcke hinauf zur Luibisscharte (2.914 m). Jenseits steil hinab und unter den Westhängen des Reiserkogel über Blockwerk zum Sandjoch (2.820 m). Jenseits hinab und um den Fuß des Hundstalkogel herum zum Breitlehnjöchl (2.630 m).
    Zunächst leicht absteigend, dann ansteigend durch das weite Kar. Zuletzt in steilen Kehren, schließlich auf gesichertem Steig hinauf zum Rötkarljoch / Kapuzinerjoch (2.710 m). Jenseits wieder hinab, dann steil hinauf zum Kreuz am grasbewachsenen Rücken von Gahwinden (2.649 m). Auf Steig westwärts hinab zur sichtbaren Hütte (2.323 m). Überschreitung Hohe Geige (3.395 m) ab Gahwinden: Aufstieg über den Westgrat, Abstieg zur Hütte über den Normalweg, zusätzlich Auf- und Abstieg je ca. 750 Hm, Zeitbedarf ca. 2 bis 2 ½ Stunden.
    Von Gahwinden in leichter Kletterei (II) über oder südlich um die Blöcke und Zacken des Grates, dann in nordöstliche Richtung zur südlichen Firnhochfläche des Gipfels und über den Südhang, zuletzt von Westen hinauf zum Kreuz. Abstieg: Hinab zur Firnhochfläche des Gipfels und über den Südhang, zuletzt von Westen hinauf zum Kreuz. Abstieg: hinab zur Firnhochfläche und auf gut markiertem Steig in Kehren über eine lange, brüchige Felsrippe absteigen in ein weites Hochkar und weiter auf gut markiertem Weg zur Hütte.

  5. Etappe:
    Rüsselsheimer Hütte – Rheinland-Pfalz-Biwak
    Höhenunterschied: Aufstieg ca. 1.200 m, Abstieg ca. 300 m
    Gehzeit: ca. 5 bis 5 ½ Stunden

    Von der Hütte in östlicher Richtung, zuletzt in steilen Kehren hinauf zum Weißmaurachjoch (2.959 m) und zum Beginn des bezeichneten Mainzer Höhenwegs. Vom Joch zuerst in südöstlicher Richtung über den NO-Grat des Puitkogels hinauf, dann nach links (östlich) hinüber zur Grubigkarleswand, die in einer kleinen Scharte überschritten wird. Kurz hinab zum Nördlichen Puitkogelferner, der in ca. 3.000 m Höhe in südlicher Richtung überquert wird. Aufstieg zum überfirnten Ostläufer des Puitkogel (Drahtseile) und zum „Frühstücksplatz“. Dort durch eine Rinne ca. 30 m hinab auf den Südlichen Piutkogelferner. Diesen unterhalb der Felsen queren und Aufstieg zum Gratausläufer, der vom Puitkogelsüdgrat zum Pollestal herabzieht. Von hier hinab in ein Schuttkar nordöstlich des Sonnenkogel und über einen Felssporn auf das östliche Firnfeld des Sonnenkogels. Über das Firnfeld in südlicher Richtung bis zum Ausläufer des Sonnenkogel-Ostgrates. Nun in westlicher Richtung aufsteigend bis zur tiefsten Einsattelung am Hauptkamm zwischen Sonnen- und Wasserkogel. Hier Abzweigung des Notabstiegs nach Mandarfen in westlicher Richtung. Von der Scharte ca. 100 Höhenmeter über den Grat hinauf zum weithin sichtbaren orangenfarben Rheinland–Pfalz–Biwak am Wassertalkogel (3.247 m).

  6. Etappe:
    Rheinland–Pfalz–Biwak – Braunschweiger Hütte
    Höhenunterschied: Aufstieg ca. 250 m, Abstieg ca. 1.150 m
    Gehzeit: ca. 4 bis 4,5 Stunden

    Vom Biwak etwa 100 Meter südlich hinab zum 3.191 m hohen Gschrappkogel mit Steinmann, weiter absteigen in eine tiefe Rinne und wieder aufsteigen zum Grat. Dem Gratverlauf folgend über das Wilde Männle und den Wurmsitzkogel, schließlich abwärst und über einen flachen Blockgrat zum nördlichen Pollesjoch. Weiter zum Nördlichen Polleskogel (3.015 m), dessen Gipfel westlich umgangen wird. Durch einen flachen Sattel, dann hinauf bis kurz unter den Gipfel des Südlichen Polleskogel und weiter zum südlichen Pollesjoch. Hier gabelt sich der Weg nach Osten zum Parkplatz des Rettenbachferners (Gehzeit ca. 1 Stunde, Rückfahrtmöglichkeit ab Gletscherlift nach Sölden mit dem Bus) und zum Tagesziel der Braunschweiger Hütte. Teilweise sehr steil durch eine Rinne (Ketten) hinab zum Pitztaler Jöchl und zum Europäischen Fernwanderweg 5. Auf diesem bequem zur Braunschweiger Hütte (2.759 m). Abstieg nach Mittelberg im Pitztal auf breitem Weg des Europäischen Fernwanderweges 5 in ca. 1,5 Stunden Busverbindungen von Mittelberg nach Jerzens und Imst.

Hütten:

  • Erlanger Hütte, bew. von Ende Juni bis Ende September, Tel: +43 (664) 3920268
  • Frischmann Hütte, bew. von Ende Juni bis Mitte September, Tel: +43 (676) 3355436
  • Hauersee Hütte, nur zeitweise geöffnet, Selbstversorger – Hütte, Schlüssel gegen Kaution erhältlich auf der Frischmann Hütte oder der Rüsselsheimer Hütte (vorm. Chemnitzer Hütte), bew. von Mitte Juni bis Ende September, Tel: +43 (664) 2808107
  • Braunschweiger Hütte, bew. von Mitte Juni bis Mitte Oktober, Tel: +43 (5413) 86236

Mehr Informationen:

  • Wanderkarte: Kompass Wanderkarte Nr. 43, Ötztaler Alpen, 1:50000.
  • Wanderführer: Wander- und Tourenkarte vom gesamten Pitztal und Kaunertal, Verlag: Photo Lohmann
  • Pitztal Panoramakarte, kostenlos erhältlich beim Tourismusverband Pitztal

Bestellen Sie Wanderkarten und -führer online in unserem Webshop!!!

Für weitere Informationen fragen Sie bitte kurz an (info@pitztal.com). Sie können auch die einzelnen Hütten über uns buchen. (Tel. +43 (5414) 86999)

Touren zu den schönsten Gipfeln im Pitztal ...

Touren im Gebiet Wildspitze:

  • Wildspitze Normalweg (als 1- oder 2-Tages-Tour)
  • Wildspitze Nordwand (als 1- oder 2-Tages-Tour)
  • Wildspitze Taschachhochjoch
  • Brechkogel
  • Taschachwand
  • Hochvernagdspitze
  • Fernerkogel (als 1- oder 2-Tages-Tour)
  • Innere Schwarze Schneid
  • Überschreitung Braunschweiger Hütte zum Taschachhaus

Touren im Gebiet Kaunergrat:

  • Rofele Wand
  • Verpeilspitze
  • Verpeilspitze Westgrat
  • Watzespitze Normalweg
  • Watzespitze Ostgrat
  • Seekogel
  • Seekogelüberschreitung
  • Rostitzkogel
  • Vordere Ölgrubenspitze
  • Hintere Ölgrubenspitze
  • Löcherkogel
  • Eiskastenspitz

Touren im Gebiet Geigenkamm:

  • Luibiskogel
  • Hohe Geige
  • Mainzer Höhenweg (1-Tages-Tour)
  • Mainzer Höhenweg (mit Biwak)
  • Puitkogel Westgrat
  • Jägersteig Biwakschachtel
  • Wildgrat

Grundausrüstung für das Bergsteigen:

  • gut passende Bergschuhe mit Profilgummisohle
  • Tourenhose, Funktionsunterwäsche, Bergsocken, Leibchen zum Wechseln, Jacke, Anorak bzw. Regenschutz, Mütze, evtl. Handschuhe, Überhose und Gamaschen bei Winderwanderungen
  • Rucksack mit 30 bis 40 l Fassungsvermögen
  • Proviant: Getränk und Jause
  • evtl. Teleskop-Wanderstöcke für knieschonendes Wandern
  • Erste-Hilfe-Paket und Biwaksack
  • Sonnenbrille, Sonnencreme, Sonnenkappe und Lippenschutz
  • Geld
  • evtl. Mobiltelefon, Stirnlampe, Tape und Taschenmesser
  • bei Touren am Gletscher: Gletscherausrüstung bestehend aus Seil, Klettergurt, Karabiner, Reepschnüre, Bandschlinge, Pickel, evtl. Steigeisen)
  • evtl. Fotoapparat, Fernglas
Linktipps:
Pitztaler Webshop
Club Alpin Imst - Pitztal
Europäischer Fernwanderweg 5
Österreichischer Alpenverein
Sportshops: tlw. Verkauf & Verleih von Wanderausrüstung

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