... erlaubt Ihnen die Natur von ihrer kalten Seite kennen zu lernen. Sie können
an Ihre Grenzen gehen und unter Anleitung von Spezialisten lernen, in gesichertem
Gelände mit geringem Risiko in diese Sportart einzutauchen und Ihr Können
zu verbessern.
Der Faszination, gefrorene Wasserfälle hochzuklettern,
sich vorsichtig an vergänglichen, bizarren Eiskristallen einen Weg in die
vertikale Welt gefrorenen Wassers zu bahnen, kann man sich kaum entziehen.
Behutsames Setzen der Eisgeräte, Einfühlungsvermögen in die
Struktur des Eises und sensibles Belasten der Frontalzacken erfordern Konzentration,
Mut und Ausdauer, aber auch gute Muskelkoordination und ein gutes Zusammenwirken
aller Sinne.
Eisarena am Pitztaler Gletscher
Mit der Eisarena am
Pitztaler Gletscher in 2.800
m Höhe und zahlreichen gefrorenen Wasserfällen verfügt das Tiroler
Pitztal während der Wintermonate über optimale Voraussetzungen, um das
Eisklettern in allen Varianten auszuüben.
Zahlreiche Alpinisten
trainieren während des ganzen Jahres in den Gletscherbrüchen und Eisflanken
der Pitztaler Alpen.
Mit dem Club
Alpin Imst - Pitztal erleben Sie Ice Adventure einen Winter lang. Spezielle
Schnupperkurse für Anfänger und Kinder sowie Wasserfallklettern und
alpine Eistouren werden angeboten. Die benötigte Ausrüstung kann ausgeliehen
werden.
Die coolsten Moves in der Eiskletterregion Pitztal:
WI 1
= 45° - 60° steiles kompaktes Eis WI 2 = 60° - 70° steiles
kompaktes Eis WI 3 = 70° - 80° steiles kompaktes Eis, eventuell kurze
steilere Aufschwünge, dazwischen immer wieder flache Rastpositionen WI
4 = 80° konstant steil oder senkrechte Passagen im kompakten Eis, und auch
kürzere Passagen im Röhreneis WI 5 = 85° - 90° konstant
steiles kompaktes Eis, senkrecht mit kurzen Passagen in Röhreneis WI
6 = 90° permanent steil, wenig Ruhepunkte, oft kein kompaktes Eis, sondern
Röhreneis und leichtere Eisvorhänge WI 7 = senkrechtes, technisch
sehr anspruchsvolles Röhreneis oder größere filigrane Eisvorhänge
» Linker und Rechter Rauchenbichl
WI 5/5+ -> 2 schwere Eisfälle in Zaunhof parken – auf einen
markierten Steig Richtung Ghf. „Felsenhof“ aufsteigen, bis dieser
links abbiegt – gerade aufwärts – an einer Aufforstung vorbei
– bis zur Felsenwand – dann rechts Gehzeit: 30 min Höhenmeter:
1.400 m
» Klockelefall
WI 4 -> sehr guter Einsteiger-Eisfall in Stillebach am Ortsende parken
– über Wiesen zum Fall – gut sichtbar Gehzeit: 10 min Höhenmeter:
1.500 m
» Kitzgartenschlucht
WI 3 -> vielseitiger Klettergarten in Wiese parken – entlang der
Langlaufloipe am Bachufer – Eisfall sichtbar Beste Zeit zum klettern:
Jän. – März Gehzeit: 8 min Höhenmeter: 1.200 m
»
Monsterline WI 6 -> mächtiger Eisfall in Weixmannstall
parken – Eisfall hoch oben auf der rechten Talseite sichtbar – 200
Hm lange Rinne hinaufsteigen Gehzeit: 50 min Höhenmeter: 1.600 m
» Mauerköpfelfall
WI 4 -> in Scheibrand links parken – durch die Ortschaft auf der linken
Seite durch den Wald Gehzeit: 30 min Höhenmeter: 1.200 m
»
Schitzes Galerie, Galeriefälle WI 5 -> schöne Anstiege
über Lawinengalerie nach Weixmannstall nach der Galerie (Tunnel) parken
– auf das Dach der Galerie zu den Fällen Gehzeit: 20 min Höhenmeter:
1.740 m
» Stallkogelfall
WI 4/4+ -> schönes breites Eisschild in Scheibrand parken –
Bach entlang taleinwärts – über Brücke und geradeaus zum
Eisfall Gehzeit: 30 min Höhenmeter: 1.300 m
»
Havanna WI 6 -> freistehende Säule in Neurur parken
– von Neurur zuerst talauswärts gehen – zu den Einstiegen –
gut sichbar Gehzeit: 50 min Höhenmeter: 1.700 m
»
Eggenstallfall WI 4+ -> kompakter Eisfall in Eggenstall parken
– von der linken Straßenseite zum sichtbaren Eisfall Gehzeit:
15 min Höhenmeter: 1.400 m
»
Nameless WI 5/5+ -> wie oben – weiter dann rechts über
steile Schneefelder zum Einstieg Beste Zeit: Dez. – Jän. Gehzeit:
1 Stunde Höhenmeter: 1.800 m
»
Pfitschenfall WI 5+/6 -> kurzer steiler Zapfen nach Eggenstall
– gegenüber Ghf. Liesele über die Brücke und parken –
Querbach der von rechts in die Pitze fließt folgen – bis zum Einstieg
in einen schluchtartigen Grund Gehzeit: 20 min Höhenmeter: 1.400 m
»
Pfaffenfälle WI 5+ -> schwere Fälle in Neurur parken
– rechts der Pitze taleinwärts – nach „Bergles Wald“
steil aufwärts zum Einstieg Gehzeit: 40 min Höhenmeter: 1.600 m
» Garstiges Liesele
WI 5 -> gute kurze Übungsfälle Ortsanfang St. Leonhard parken
– über Wiesen zu den gut sichtbaren Eisfällen Gehzeit: 15
min Höhenmeter: 1.400 m
»
Shark WI 5+ -> Mixedline hoch oben am Hang 300 m nach Plangeross
auf der rechten Seite parken – mit Tourenskiern oder Schneeschuhen links
taleinwärts – gut sichbar Gehzeit: 2 Stunden Höhenmeter: 2.000
m
» Fallebachfall
WI 5+ -> anspruchsvoller Eisvorhang in Piösmes parken – rechts
taleinwärts durch den Wald Gehzeit: 35 min Höhenmeter: 1.400 m
»
Taschachschlucht WI 5+ -> Richtung Pitzexpress – vor der
2 Brücke parken – Schlucht absteigen – Bach nach Westen folgen
Gehzeit: 1 min Höhenmeter: 2.700 m
»
Luibisbodenfall WI 4/4+ -> langer Eisfall in Stillebach so
nah als möglich beim Fall parken – über die Wiesen zum Fall –
gut sichtbar Gehzeit: 10 min Höhenmeter: 1.470 m
»
Pitztaler Gletscher Eisarena WI 2 -> Trainingsstätte der
Weltcupathleten Pitzexpress hoch – Sessellift – 10 min zu Fuß
ca. 500 m hinuter – kann man nicht verfehlen Gehzeit: 1 min Höhenmeter:
2.700 m
» Dorfbach
»
Softy
» Grasler
»
Schön-Pitzeschlucht
»
Stuibenfall
» Wiesle
» Piösmesfälle
Beachten Sie die alpinen Gefahren! Obwohl viele Wasserfälle
einfach zu erreichen sind, befinden sie sich häufig im Einzugsgebiet großer
Lawinen. Kenntnis über Lawinengefahr und die nötige Ausrüstung
sind für den Großteil der Eisfälle zwingend erforderlich.
Wir weisen darauf hin, dass das Eisklettern eine Sportart ist, die auf Eigenverantwortung
beruht, und die angeführten Touren nur Vorschläge sind. Der Tourismusverband
Pitztal schließt jegliche Haftung und Verantwortung aus. Die Angaben sind
ohne Gewähr.
Der Tourismusverband Pitztal bedankt sich bei Jenewein
Klaus, Eiter Ernst und Max Berger, die Unterlagen für diese Seiten zur Verfügung
gestellt haben.
Und trotz allem: Eisklettern ist sicherlich eine
der extremsten und auch härtesten Wintersportarten für Menschen, die
sich wirklich fordern und eigene Grenzen erfahren möchten.
Geschichte
& Gegenwart
Bereits in den 50er Jahren wurde im Pitztal, genauer am
Taschachhaus,
Eisklettergeschichte geschrieben. Legenden des Alpinismus, wie Hermann Buhl oder
Toni Egger, trainierten in den Gletscherbrüchen und Eisflanken der Pitztaler
Alpen für ihre großen Bergfahrten. Verschiedenste Eistechniken und
Sicherungsgeräte wurden im Taschacheisbruch entwickelt und in die ganze Welt
verbreitet.