Eisklettern im Pitztal

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Das Trio: Eis, Pickel und Steigeisen!

DIE Trendsportart: Eisklettern ...

... erlaubt Ihnen die Natur von ihrer kalten Seite kennen zu lernen. Sie können an Ihre Grenzen gehen und unter Anleitung von Spezialisten lernen, in gesichertem Gelände mit geringem Risiko in diese Sportart einzutauchen und Ihr Können zu verbessern.

Der Faszination, gefrorene Wasserfälle hochzuklettern, sich vorsichtig an vergänglichen, bizarren Eiskristallen einen Weg in die vertikale Welt gefrorenen Wassers zu bahnen, kann man sich kaum entziehen.

Behutsames Setzen der Eisgeräte, Einfühlungsvermögen in die Struktur des Eises und sensibles Belasten der Frontalzacken erfordern Konzentration, Mut und Ausdauer, aber auch gute Muskelkoordination und ein gutes Zusammenwirken aller Sinne.

Eisarena am Pitztaler Gletscher

Mit der Eisarena am Pitztaler Gletscher in 2.800 m Höhe und zahlreichen gefrorenen Wasserfällen verfügt das Tiroler Pitztal während der Wintermonate über optimale Voraussetzungen, um das Eisklettern in allen Varianten auszuüben.

Zahlreiche Alpinisten trainieren während des ganzen Jahres in den Gletscherbrüchen und Eisflanken der Pitztaler Alpen.

Mit dem Club Alpin Imst - Pitztal erleben Sie Ice Adventure einen Winter lang. Spezielle Schnupperkurse für Anfänger und Kinder sowie Wasserfallklettern und alpine Eistouren werden angeboten. Die benötigte Ausrüstung kann ausgeliehen werden.

Die coolsten Moves in der Eiskletterregion Pitztal:

WI 1 = 45° - 60° steiles kompaktes Eis
WI 2 = 60° - 70° steiles kompaktes Eis
WI 3 = 70° - 80° steiles kompaktes Eis, eventuell kurze steilere Aufschwünge, dazwischen immer wieder flache Rastpositionen
WI 4 = 80° konstant steil oder senkrechte Passagen im kompakten Eis, und auch kürzere Passagen im Röhreneis
WI 5 = 85° - 90° konstant steiles kompaktes Eis, senkrecht mit kurzen Passagen in Röhreneis
WI 6 = 90° permanent steil, wenig Ruhepunkte, oft kein kompaktes Eis, sondern Röhreneis und leichtere Eisvorhänge
WI 7 = senkrechtes, technisch sehr anspruchsvolles Röhreneis oder größere filigrane Eisvorhänge

» Linker und Rechter Rauchenbichl
WI 5/5+ -> 2 schwere Eisfälle
in Zaunhof parken – auf einen markierten Steig Richtung Ghf. „Felsenhof“ aufsteigen, bis dieser links abbiegt – gerade aufwärts – an einer Aufforstung vorbei – bis zur Felsenwand – dann rechts
Gehzeit: 30 min Höhenmeter: 1.400 m

» Klockelefall
WI 4 -> sehr guter Einsteiger-Eisfall
in Stillebach am Ortsende parken – über Wiesen zum Fall – gut sichtbar
Gehzeit: 10 min Höhenmeter: 1.500 m

» Kitzgartenschlucht
WI 3 -> vielseitiger Klettergarten
in Wiese parken – entlang der Langlaufloipe am Bachufer – Eisfall sichtbar
Beste Zeit zum klettern: Jän. – März
Gehzeit: 8 min Höhenmeter: 1.200 m

» Monsterline
WI 6 -> mächtiger Eisfall
in Weixmannstall parken – Eisfall hoch oben auf der rechten Talseite sichtbar – 200 Hm lange Rinne hinaufsteigen
Gehzeit: 50 min Höhenmeter: 1.600 m

» Mauerköpfelfall
WI 4 -> in Scheibrand links parken – durch die Ortschaft auf der linken Seite durch den Wald
Gehzeit: 30 min Höhenmeter: 1.200 m

» Schitzes Galerie, Galeriefälle
WI 5 -> schöne Anstiege über Lawinengalerie
nach Weixmannstall nach der Galerie (Tunnel) parken – auf das Dach der Galerie zu den Fällen
Gehzeit: 20 min Höhenmeter: 1.740 m

» Stallkogelfall
WI 4/4+ -> schönes breites Eisschild
in Scheibrand parken – Bach entlang taleinwärts – über Brücke und geradeaus zum Eisfall
Gehzeit: 30 min Höhenmeter: 1.300 m

» Havanna
WI 6 -> freistehende Säule
in Neurur parken – von Neurur zuerst talauswärts gehen – zu den Einstiegen – gut sichbar
Gehzeit: 50 min Höhenmeter: 1.700 m

» Eggenstallfall
WI 4+ -> kompakter Eisfall
in Eggenstall parken – von der linken Straßenseite zum sichtbaren Eisfall
Gehzeit: 15 min Höhenmeter: 1.400 m

» Nameless
WI 5/5+ -> wie oben – weiter dann rechts über steile Schneefelder zum Einstieg
Beste Zeit: Dez. – Jän.
Gehzeit: 1 Stunde Höhenmeter: 1.800 m

» Pfitschenfall
WI 5+/6 -> kurzer steiler Zapfen
nach Eggenstall – gegenüber Ghf. Liesele über die Brücke und parken – Querbach der von rechts in die Pitze fließt folgen – bis zum Einstieg in einen schluchtartigen Grund
Gehzeit: 20 min Höhenmeter: 1.400 m

» Pfaffenfälle
WI 5+ -> schwere Fälle
in Neurur parken – rechts der Pitze taleinwärts – nach „Bergles Wald“ steil aufwärts zum Einstieg
Gehzeit: 40 min Höhenmeter: 1.600 m

» Garstiges Liesele
WI 5 -> gute kurze Übungsfälle
Ortsanfang St. Leonhard parken – über Wiesen zu den gut sichtbaren Eisfällen
Gehzeit: 15 min Höhenmeter: 1.400 m

» Shark
WI 5+ -> Mixedline hoch oben am Hang
300 m nach Plangeross auf der rechten Seite parken – mit Tourenskiern oder Schneeschuhen links taleinwärts – gut sichbar
Gehzeit: 2 Stunden Höhenmeter: 2.000 m

» Fallebachfall
WI 5+ -> anspruchsvoller Eisvorhang
in Piösmes parken – rechts taleinwärts durch den Wald
Gehzeit: 35 min Höhenmeter: 1.400 m

» Taschachschlucht
WI 5+ -> Richtung Pitzexpress – vor der 2 Brücke parken – Schlucht absteigen – Bach nach Westen folgen
Gehzeit: 1 min Höhenmeter: 2.700 m

» Luibisbodenfall
WI 4/4+ -> langer Eisfall
in Stillebach so nah als möglich beim Fall parken – über die Wiesen zum Fall – gut sichtbar
Gehzeit: 10 min Höhenmeter: 1.470 m

» Pitztaler Gletscher Eisarena
WI 2 -> Trainingsstätte der Weltcupathleten
Pitzexpress hoch – Sessellift – 10 min zu Fuß ca. 500 m hinuter – kann man nicht verfehlen
Gehzeit: 1 min Höhenmeter: 2.700 m

» Dorfbach

» Softy

» Grasler

» Schön-Pitzeschlucht

» Stuibenfall

» Wiesle

» Piösmesfälle

 

Beachten Sie die alpinen Gefahren! Obwohl viele Wasserfälle einfach zu erreichen sind, befinden sie sich häufig im Einzugsgebiet großer Lawinen. Kenntnis über Lawinengefahr und die nötige Ausrüstung sind für den Großteil der Eisfälle zwingend erforderlich.

Wir weisen darauf hin, dass das Eisklettern eine Sportart ist, die auf Eigenverantwortung beruht, und die angeführten Touren nur Vorschläge sind. Der Tourismusverband Pitztal schließt jegliche Haftung und Verantwortung aus. Die Angaben sind ohne Gewähr.

Der Tourismusverband Pitztal bedankt sich bei Jenewein Klaus, Eiter Ernst und Max Berger, die Unterlagen für diese Seiten zur Verfügung gestellt haben.

Und trotz allem: Eisklettern ist sicherlich eine der extremsten und auch härtesten Wintersportarten für Menschen, die sich wirklich fordern und eigene Grenzen erfahren möchten.

Geschichte & Gegenwart

Bereits in den 50er Jahren wurde im Pitztal, genauer am Taschachhaus, Eisklettergeschichte geschrieben. Legenden des Alpinismus, wie Hermann Buhl oder Toni Egger, trainierten in den Gletscherbrüchen und Eisflanken der Pitztaler Alpen für ihre großen Bergfahrten. Verschiedenste Eistechniken und Sicherungsgeräte wurden im Taschacheisbruch entwickelt und in die ganze Welt verbreitet.

Linktipps:
Skischule Pitztaler Gletscher - Rifflsee
Club Alpin Imst - Pitztal
Pitztaler Gletscher
Sportshops: tlw. Verleih von Eiskletter-Equipment

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