Mühle in Jerzens und Milchpipeline

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Im Jahre 1862 haben 38 Jerzner Bauern eine Interessentschaftsmühle errichtet. Zu dieser Zeit wurden in Jerzens ca. 30 ha Roggen, 33 ha Gerste, 5 ha Weizen und 15 ha Mais angebaut. Jerzens war das höchstgelegene Körnermais Anbaugebiet in Tirol. Der Getreideanbau ist in den vergangenen Jahren auf 0,20 ha zurückgegangen. Die Bauern haben deshalb den Mühlbetrieb eingestellt und im Jahr 1980 ihre Anteile an die Gemeinde und Agrargemeinschaft Tanzalpe verkauft. Diese errichteten 1985 an derselben Stelle einen Neubau. In diesem Gebäude sind ein Mühlgang aus dem Jahre 1862 und die Milchsammelstelle untergebracht. Während der Sommermonate wird in der Mühle Getreide gemahlen und Brot gebacken.

Im Jahre 1957 wurde von der Tanzalpe bis zur Sammelstelle im Dorf (Mühle/Jerzens) eine Milchleitung mit einer Länge von 3km und einem Durchmesser von 3/8 Zoll (9mm) verlegt, die während der Sommermonate betrieben wird. Die Alm liegt im Hochzeigerskigebiet und hat ein Ausmaß von 758 ha, davon sind 240 ha als Weide nutzbar. Von Mitte Juni bis Mitte September weiden auf der Tanzalpe 85 Kühe und 80 Jungrinder. Die tägliche Milchleistung der 85 Kühe beträgt 800 Liter. Im Jahre 1990 hat die Agrargemeinschaft einen neuen Almstall mit einer modernen Melkanlage errichtet. Die Milch wird in wenigen Minuten von 32 Grad auf 4,5 Grad heruntergekühlt und erreicht dadurch die 1. Qualitätsklasse. Eine Besichtigung des Almgebäudes ist jederzeit möglich.

Brotbacken bei der alten Mühle in Jerzens

Einheimische Frauen zeigen Ihnen diese traditionsreiche Arbeit. Im Gebäude der
Mühle ist ein Mühlgang aus dem Jahre 1862 und die Milchsammelstelle untergebracht. Seit 1957 führt die 3 km lange Milchpipeline von der Jerzner Alm zur Mühle.

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